Verdacht des sexuellen Missbrauchs im Vermisstenfall

Verdacht des sexuellen Missbrauchs im Vermisstenfall

Im Fall eines 22 Stunden lang vermissten Mädchen in Potsdam hegen die Ermittler einen Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs. Bei dem festgenommenen Verdächtigen handele es sich um einen 58 Jahre alten Deutschen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Markus Nolte, am Montag weiter. Das sechs Jahre alte Mädchen sei verletzt gewesen, erläuterte Nolte. Ein Haftbefehl sei beantragt. Der Mann konnte laut Nolte «aus persönlichen Gründen» noch nicht vernommen werden. «Wir ermitteln wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs an dem Kind.»

Polizei Blaulicht

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Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: P. Pleul/Archiv

Das Kind war am Samstag mit seiner Familie in einem Potsdamer Möbelmarkt gewesen, als es verschwand. Nach einer groß angelegten Suche fanden es die Polizisten am Sonntag weinend auf einem Gehweg wieder. Dass es sich bei dem am gleichen Tag festgenommenen Verdächtigen um einen Mann aus Potsdam-Drewitz handelt, wurde von den Ermittlern nicht bestätigt. Neben dem Missbrauchsvorwurf geht es demnach nach wie vor um den Verdacht der Freiheitsberaubung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 27. Mai 2019 15:10 Uhr

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