OVG: Umstrittener Insektizid-Einsatz vorerst gestoppt

OVG: Umstrittener Insektizid-Einsatz vorerst gestoppt

Nach einer Beschwerde des Naturschutzbunds (Nabu) hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit einem Beschluss die weitere Ausbringung eines umstrittenen Insektizids gestoppt. Die Beschwerde der Naturschützer richtete sich gegen die vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Potsdam, das umstrittene Insektizid «Karate Forst flüssig» weiter einzusetzen. Mit dem Beschluss des 11. Senats des Oberverwaltungsgerichts vom Freitag sei die aufschiebende Wirkung des Nabu-Widerspruchs gegen die Genehmigung der Anwendung des Pflanzenschutzmittels wiederhergestellt, teilte das OVG mit.

Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) hatte zuvor dem Landesbetrieb Forst Brandenburg genehmigt, das Mittel mit Helikoptern über vom Kiefernschädling «Nonne» befallenen Waldflächen zu versprühen.
Der Nabu befürchtet schwerwiegende Auswirkungen des Mittels auf Insekten und Vogelwelt. Der Landesbetrieb Forst hingegen befürchtet durch den Schädling «Nonne» den Verlust von mindestens 3000 Hektar Wald. Am Sonntag will sich der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, in der Gemeinde Borkwalde zum Einsatz des Insektizids informieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. Mai 2019 22:40 Uhr

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