Brandenburg will Moped-Führerschein ab 15 beibehalten

Brandenburg will Moped-Führerschein ab 15 beibehalten

Brandenburg will den Moped-Führerschein ab 15 auch nach Ende des Modellprojekts im April 2020 beibehalten. Nach der Änderung des Straßenverkehrsgesetzes wolle Brandenburg sich um einen lückenlosen Übergang bemühen, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Donnerstag. Die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesänderung ermöglicht es den Ländern, das Mindestalter dauerhaft auf 15 zu senken.

Blick auf den Tacho eines Mopeds

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Blick auf den Tacho eines Mopeds. Foto: Hendrik Schmidt/Archivbild

Die Verkehrswacht Brandenburg begrüßt diese Entscheidung. Besonders im ländlichen Bereich sei die Nachfrage nach dem früheren Moped-Führerschein groß, sagte Geschäftsführerin Irina Günther. Demnach bezeugten letzte Zahlen gut 98 Prozent unfallfreie Fahrten der 15-jährigen Mopedfahrer. Die praktische Durchfallquote liege mit durchschnittlich zwölf Prozent unter den Landesergebnissen anderer Fahrschulprüfungen.
Auch der ADAC Berlin-Brandenburg sprach sich für einen flächendeckenden Moped-Führerschein ab 15 aus. «Die Vorteile des Zugewinns an Mobilität überwiegen die Risiken», sagte Sprecher Leon Strohmaier.
Im vergangenen Jahr haben nach Angaben des Verkehrsministeriums 790 Jugendliche in Brandenburg ihren Moped-Führerschein mit 15 Jahren gemacht. 2017 waren es 459. Der Führerschein in der Klasse AM gilt für leichte Kleinkrafträder, die maximal 45 km/h fahren.
In Brandenburg läuft der Modellversuch seit 2017. Das Projekt war in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bereits 2013 ins Leben gerufen worden, später kam Mecklenburg-Vorpommern dazu.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. Mai 2019 13:50 Uhr

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