Männerleichen in Forst: Polizei sucht weiter nach Spuren

Männerleichen in Forst: Polizei sucht weiter nach Spuren

Nach dem Fund zweier Männerleichen in der Südbrandenburger Kleinstadt Forst ist die Polizeipräsenz dort weiter hoch. Die Männer wurden Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt.

Einsatzkräfte in Forst

© dpa

Polizeibeamte, Kriminaltechniker und Rettungskräfte stehen in der gesperrten Amtstraße im brandenburgischen Forst. Foto: Patrick Pleul

Forst (dpa/bb) - Nach dem Fund von zwei toten Männern haben Ermittler in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst (Spree-Neiße) weiter nach Spuren gesucht. Kriminaltechniker waren am Dienstagmittag vor Ort, Polizisten suchten das Gelände rund um das Gebäude ab, in dem am Montag die Leichen gefunden wurden. Die Männer wurden nach Angaben der Polizeidirektion Süd Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Hintergründe der Tat waren bislang allerdings unklar.
Ein dritter Mann soll nach Informationen der «Lausitzer Rundschau» (online) am Montag mit einem Hubschrauber schwerverletzt in ein Krankenhaus geflogen worden sein. Die Staatsanwaltschaft wollte das zunächst nicht kommentieren.
Die «Märkische Allgemeine Zeitung» (online) berichtet in dem Fall von möglichen Verbindungen zur Organisierten Kriminalität. In einem Waldstück bei Forst seien auch Schusswaffen gefunden worden. Dazu und zur Identität der beiden toten Männer und ob es sich möglicherweise um Bandenkriminalität handelte, wollte sich ein Sprecher der Staatanwaltschaft Cottbus auf Nachfrage nicht äußern.
Die beiden Leichen wurden am Montagmorgen in einer Wohnung in Forst entdeckt. Aufgrund der Situation, in der die beiden gefunden wurden, geht die Polizei von einem Verbrechen aus. Weitere Details dazu nannte sie aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht.
Bei den Ermittlungen am Montag wurden auch zwei abgestellte Autos in der Nähe des betroffenen Wohnhauses untersucht, die der Polizei verdächtig erschienen. Sprengstoffspezialisten untersuchten die Fahrzeuge. Inzwischen stehen sie nicht mehr vor dem Haus. Rund 116 Anwohner mussten vorläufig ihre Wohnungen verlassen, konnten aber am Montagnachmittag wieder zurückkehren.
Der Fall erinnerte zunächst an die mysteriösen Leichenfunde in Bayern und Niedersachsen vom vergangenen Wochenende. Die Staatsanwaltschaft Cottbus geht aber nicht davon aus, dass es eine Verbindung zwischen den Taten gibt. Drei mit Armbrustpfeilen getötete Menschen waren in einer Passauer Pension, zwei Leichen in einer Wohnung in einer niedersächsischen Kleinstadt gefunden worden. Auch in diesen Fällen waren die Hintergründe zunächst unklar.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Mai 2019 15:20 Uhr

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