Minister: Land hat die wenigsten Jungpflanzen im Wald

Minister: Land hat die wenigsten Jungpflanzen im Wald

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat vor rund 200 Jägern über das Ausmaß der Wild-Schäden im Wald gesprochen. «In Brandenburg wachsen deutschlandweit die wenigsten Jungpflanzen im Wald», sagte der Minister am Samstag auf der Delegiertenversammlung des Landesjagdverbandes in Potsdam. 51 Prozent der Jungpflanzen seien verbissen. Rot-, Reh- und Dammwild müssten reduziert werden, damit der natürliche Waldumbau von Nadelhölzern auf Mischwälder im Land funktioniere.

Jörg Vogelsänger

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Jörg Vogelsänger (SPD) gestikuliert. Foto: Bernd Settnik/Archivbild

Neben dem Waldumbau war auch der Wolf Thema bei der Versammlung auf dem Krongut Bornstedt. Eine Aufnahme des Wolfs in das Brandenburger Jagdrecht löse das Problem nicht, sagte Vogelsänger. Er sehe die Zuständigkeit bei der EU. Brandenburg habe mit der Wolfsverordnung alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Jäger in Potsdam reagierten mit einer Forderung nach einer klaren Obergrenze. Ähnlich wie in Frankreich sollte diese deutschlandweit bei 500 Tieren liegen.
Nach Angaben der obersten Forstbehörde Brandenburgs gehören dem Landesjagdverband rund 10 000 Jäger an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 5. Mai 2019 08:20 Uhr

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