Start für Nonnen-Bekämpfung in Wäldern: Kritik von Grünen

Start für Nonnen-Bekämpfung in Wäldern: Kritik von Grünen

Die Bekämpfung des Kiefernschädlings Nonne startet an diesem Montag in Brandenburgs Wäldern. 7500 Hektar müssten behandelt werden, sagte Michael Kopka vom Landesforstbetrieb am Freitag auf Anfrage. Der Kahlfraß sei schon weit fortgeschritten. Pro Baumkrone seien bis zu 2000 Raupen bei Probefällungen entdeckt werden. Der Schädling fresse die Nadeln und lasse die Kiefern sterben. Die Aktion aus der Luft dauert den Angaben zufolge 14 Tage, dabei darf es allerdings keinen Regen und starke Winde geben.

Benjamin Raschke, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, kritisierte das verwendete Mittel «Karate-Forst». Das Breitband-Insektizid sei giftig für alle Arten und Lebensstadien und eine Gefahr für das gesamt Ökosystem. Raschke forderte Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) dazu auf, den Einsatz zu unterbinden.
Aus Sicht des Umweltministeriums ist die Ausbreitung der Nonne eine Folge der Trockenheit 2018. Auch Forstleute würden den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald kritisch und nur als letztes Mittel sehen. Wenn aber jetzt nichts getan werde, drohe nach Prognosen ein Totalverlust von mindestens 3000 Hektar Wald, sagte Hubertus Kraut, Direktor es Landesforstbetriebes Brandenburg.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Mai 2019 16:00 Uhr

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