Experten wollen bessere Betreuung in Kitas

Experten wollen bessere Betreuung in Kitas

Was muss sich bei der Kinderbetreuung in Brandenburg verbessern? Darüber diskutierten Politiker, Mitarbeiter des Bildungsministeriums sowie Träger, Eltern und Pädagogen am Freitag in Potsdam. «Von einem guten Bildungsniveau können wir in Brandenburg nicht mehr sprechen», sagte die Referentin für Kindertagesbetreuung vom Paritätischen Landesverband Brandenburg, Annett Bauer.

Kinderbetreuung in Kindergarten

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Gummistiefel und Regenjacken hängen in der Garderobe und sind in einer Kita zu sehen. Foto: J. Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv

Derzeit liegt der Personalschlüssel in Brandenburg nach Angaben des Bildungsministeriums in der Krippe bei knapp einem Betreuer für fünf Kinder. In den Kindergärten kommt auf elf Kinder knapp eine Betreuungskraft. Und das sei noch großzügig bemessen, sagte Bauer. Ausfallzeiten wie Krankheit, Urlaub oder Fortbildungen seien nicht einberechnet. Realistischer sei ein Schlüssel von 1:16 bis 1:18 und in der Krippe 1:7 bis 1:11.
Neben einer Verbesserung des Personalschlüssels müsse auch die Qualität der Einrichtungen gesteigert werden, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Marie Luise von Halem, auf der Veranstaltung in Potsdam. Vor allem sei ein landesweites Qualitätsmonitoring, das auch die pädagogischen Standards erfasse, nötig. «Es ist das Recht eines jeden Kindes, optimal gefördert zu werden», sagte von Halem.
Nach Angaben des Bildungsministeriums liegt die Betreuungsquote der Kinder unter 3 Jahren im Land bei 57 Prozent (2016). Bei Kindern ab 3 Jahren bis zur Einschulung sind es 97 Prozent. Damit sei Brandenburg bundesweit spitze. 61 Prozent der Kinder im Grundschulalter besuchen einen Hort. Landesweit gibt es 1865 Einrichtungen zur Kita-Betreuung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. Mai 2019 15:40 Uhr

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