Landesforst: Nonnen-Bekämpfung voraussichtlich ab 6. Mai

Landesforst: Nonnen-Bekämpfung voraussichtlich ab 6. Mai

Frühestens am 6. Mai will der Landesbetrieb Forst aus der Luft bei Fichtenwalde (Potsdam-Mittelmark) gegen den Waldschädling Nonne vorgehen. Bislang fehlten noch Genehmigungen, sagte Michael Kopka, beim Landesbetrieb zuständig für den Einsatz, am Freitag. Nonnen-Raupen fressen die Nadeln der Kiefern. Die Bäume werden dadurch geschädigt und können bei großem Befall absterben.

Bürger aus den Region wehren sich gegen die Bekämpfung der Schädlinge aus der Luft. Angesicht des dramatischen Insektensterbens dürften Wälder nicht mit Pestiziden vergiftet werden, fordert die örtliche Bürgerinitiave Waldkleeblatt. Befürchtet werden Auswirkungen auf die Artenvielfalt.
Nach Angaben von Kopka bring das eingesetzte Mittel «Karate flüssig» derzeit den besten Erfolg. Auswirkungen auf Menschen gebe es nicht, sagte er. 75 Milliliter würden in 35 Liter Wasser gemischt. Die Lösung werde dann auf einer Fläche von einem Hektar gesprüht. Insgesamt sollen bei der Aktion 7700 Hektar behandelt werden. Drei Wochen dürfen im Anschluss keine Pilze, Beeren oder Kräuter gesammelt werden. Zudem sind betroffenen Waldgebiete zwei Tage lang gesperrt.
Die Initiative Waldkleeblatt setzt sich für einen stärkeren Waldumbau als bislang ein. Bei Aufforstungen soll ein Anteil von 40 Prozent Laubwald gesetzlich vorgeschrieben werden. Auf den rund 1,1 Millionen Hektar Brandenburger Wald haben Kiefern immer noch einen Anteil von 72 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. April 2019 15:40 Uhr

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