Europäische Wolfs-Fachleute diskutieren

Europäische Wolfs-Fachleute diskutieren

Wolfs-Fachleute aus mehreren europäischen Ländern kommen ab heute zu einer Tagung in Sachsen-Anhalt zusammen.

Wolf

© dpa

Ein Wolf steht zwischen Bäumen.

Es gehe darum, Gegner und Befürworter der Ausbreitung des Wolfs zusammenzubringen, sagte der Vorsitzende der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung, Michael Stubbe, der das Symposium in Halberstadt organisiert. Beide Seiten müssten Zugeständnisse machen. Der Schutz der Wölfe sei wichtig, aber es müsse auch über eine Begrenzung der Population gesprochen werden.
Geplant sind Vorträge von Wissenschaftlern unter anderem aus Finnland, Schweden, Kroatien und Serbien. Die Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung richtet die Tagung gemeinsam mit den Landesjagdverbänden aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern sowie der Universität Zagreb in Kroatien aus. Die Veranstaltung dauert bis Sonntag (28. April).
Der Verein Wolfsschutz Deutschland rief zum Protest gegen die Tagung auf und hat für Samstag eine Demonstration angekündigt. Die Jägerschaft lebe mit ein paar Wissenschaftlern in einer gedanklichen Blase, sagte Protest-Organisator René Stolte. Von einer unkontrollierten Ausbreitung von Wölfen, wie vielfach behauptet, könne keine Rede sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 25. April 2019 08:36 Uhr

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