Forschungsprojekt zu DDR- und Wendeerfahrungen Ostdeutscher

Forschungsprojekt zu DDR- und Wendeerfahrungen Ostdeutscher

Fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gehen Wissenschaftler dem Blick von Ostdeutschen auf die DDR und die wende- und einheitsbedingten Umbrüche nach. In einem vierjährigen Forschungsprojekt sollen unter anderem Familien zu ihren persönlichen Erfahrungen befragt werden. Außerdem geht es um das DDR-Bild im Schulunterricht, die Benachteiligung von Katholiken in der DDR, Überwachung und Widerstand. Der Bund unterstützt die Forschungen mit vier Millionen Euro. Beteiligt sind die Universitäten Erfurt und Jena, die Stiftung Ettersberg zur Diktaturforschung und die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Andreas Dresen

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Filmregisseur Andreas Dresen spricht zum Auftakt eines Forschungsprojekts zu biografischen Erfahrungen von DDR-Bürgern. Foto: Michael Reichel

«Bis heute gibt es eine Diskrepanz zwischen dem in der öffentlichen Debatte vorherrschenden DDR-Bild und dem individuell Erlebten», sagte Projektleiter Jörg Ganzenmüller vor dem Start am Dienstag (18.00 Uhr). Viele Menschen fänden sich in dieser Debatte nicht wieder. «Wir wollen das jetzt zusammenbringen.» Zur Auftaktveranstaltung wird unter anderem der Regisseur Andreas Dresen («Gundermann») in Erfurt erwartet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. April 2019 20:30 Uhr

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