Umfrage: Brandenburger Handwerk geht es gut

Umfrage: Brandenburger Handwerk geht es gut

Das Brandenburger Handwerk kann eigentlich nicht groß klagen. Geschäfte und Umsätze sind in Ordnung. Kunden müssen mittlerweile Wartezeiten in Kauf nehmen. Es gibt trotzdem ein paar Probleme, die die Betriebe drücken.

Weiße Handschuhe und ein Zollstock

© dpa

Weiße Handschuhe und ein Zollstock stecken in der Hosentasche eines Handwerkers. Foto: Monika Skolimowska/Archiv

Potsdam (dpa/bb) - Die märkischen Handwerksbetriebe blicken meist optimistisch in die Zukunft. 93 Prozent der Befragten bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage als gut und zufriedenstellend, teilten die Handwerkskammern Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) am Dienstag Ergebnisse der Frühjahrskonjunkturumfrage mit.
Doch die Betriebe zwischen Oder und Elbe sorgen sich mittlerweile um ihren den Fortbestand angesichts fehlenden beruflichen Nachwuchses. Die Landesregierung müsse die finanzielle Ausstattung der Meistergründungsprämie und des Meisterbonus weiter entwickeln, forderte Wolf-Harald Krüger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder). Tausende Betriebe stünden vor einer Unternehmensübergabe, ohne einen Nachfolger in Sicht zu haben. «Es stünden nicht nur Arbeitsplätze auf dem Spiel», sagte er.
Der Präsident der Kammer Potsdam, Robert Wüst, regte einen Mobilitätszuschuss für Jugendliche im ländlichen Raum an. Zudem sollte eine moderne und leistungsfähige Breitbandinfrastruktur auch für den ländlichen Raum geschaffen werden. Nur so könne es Fortschritte bei der Digitalisierung im Handwerk geben, sagte er.
Die Auftragslage sei nach wie vor auf konstant hohem Niveau. Regional seien die Auftragsbücher auf zehn Wochen ausgebucht. In den Bauhaupt- und Ausbaugewerken seien es sogar bis zu 14 Wochen, hieß es. Auch mit den Umsätzen sind die Betriebe nach den Angaben zufrieden: Bei 84 bis knapp 90 Prozent waren sie gestiegen oder gleich geblieben.
In Brandenburg gibt es rund 39 000 Handwerksbetriebe. Sie beschäftigen 160 000 Mitarbeiter. Sie bringen einen jährlichen Umsatz von 14 Milliarden Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. April 2019 14:40 Uhr

Weitere Meldungen