Cottbuser Ernüchterung nach 1:2 in Jena

Cottbuser Ernüchterung nach 1:2 in Jena

Energie Cottbus hat im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga eine große Chance nicht genutzt. Bei der Niederlage in Jena lief am Samstag zu wenig zusammen.

Jena (dpa/bb) - Bei Fußball-Drittligist Energie Cottbus herrscht nach der 1:2-Niederlage im Kellerduell bei Carl Zeiss Jena große Ernüchterung. «Wir haben einen Matchball vergeben», sagte FCE-Profi Kevin Weidlich. Und so einen Matchball wie am Samstag wird es in dieser Saison womöglich nicht mehr geben. Anstatt erstmals nach zehn Spieltagen wieder auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern, versagten die Cottbuser vor allem in der zweiten Hälfte. Trainer Claus-Dieter Wollitz kritisierte hart: «Es hat in allen Bereichen gefehlt, Körpersprache, Laufbereitschaft, Zweikampfwerte. Das war die schwächste Halbzeit in der gesamten Rückrunde.»
Nach dem frühen Rückstand durch Jenas Maximilian Wolfram (5. Minute) fand Energie schnell die passende Antwort und erzwang das Eigentor von Jenas Justin Gerlach (12.). Doch ausgerechnet dann, als Energie im Mittelfeld die inzwischen übliche Dominanz erlangt hatte, sorgte ein nichtgegebener Treffer für Jena für die Wende. Manfred Starkes Schuss (37.) war von der Lattenunterkante hinter die Linie des Cottbuser Tores gesprungen - das Schiedsrichtergespann hatte es aber nicht gesehen. Statt nun sich nachträglich dieses Glück zu verdienen, stellten die Cottbuser regelrecht das Fußballspielen ein. Tim Kruse gab zu: «Wir waren immer unterlegen, ob bei den Zweikämpfen oder bei den zweiten Bällen.»
Dass Jenas Siegtor durch Philipp Tietz letztlich einem unberechtigten Foulelfmeter (77.) entsprang, war da nebensächlich. Energie-Kapitän Dimitar Rangelov stellte ernüchtert fest: «Wir waren nicht auf unserem Niveau, dann passiert so etwas. Wir haben große Schwierigkeiten gegen solche Mannschaften, die fast gar keinen Fußball spielen.»
Der zwischenzeitliche Aufwind bei Energie scheint vorbei. Obwohl der Abstand zu den rettenden Plätzen nur zwei Punkte beträgt - die Rettung erscheint nach dem Auftritt in Jena wieder weiter entfernt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 7. April 2019 13:20 Uhr

Weitere Meldungen