Mehr Schulabgänger in Brandenburg hatten keinen Abschluss

Mehr Schulabgänger in Brandenburg hatten keinen Abschluss

Im vergangenen Schuljahr haben in Brandenburg etwas mehr Schüler ohne Abschluss die Schule verlassen als im Jahr davor. Von allen 23 227 Absolventen hatten 1628 keinen Hauptschulabschluss, teilte das Bildungsministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Das entspricht einem Anteil von sieben Prozent. Seit dem Schuljahr 2014/2015 schwankt der Anteil nach Angaben des Ministeriums um diesen Wert. Im Schuljahr zuvor hatten von 22 744 Abgängern 1576 keinen Abschluss, das waren 6,9 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte der Schüler ohne Abschluss war vorher auf einer Förderschule.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) warnte: «Jugendliche ohne Abschluss haben geringere Chancen auf einen Ausbildungsplatz und größere Probleme auf dem Arbeitsmarkt.» Damit es nicht dazu kommt, gibt es laut Ministerium bereits ein Bündel an Aktionen - zum Beispiel das «Praxislernen» in Betrieben und Einrichtungen und ein Förderprogramm für verhaltensauffällige Schüler. Diejenigen, die abschlussgefährdet sind, sollen künftig die neunte Klasse wiederholen können und in dieser Zeit mehr Unterricht in Deutsch und Mathematik bekommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. April 2019 15:40 Uhr

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