Forscher: Ost-Wirtschaft wächst etwas stärker

Forscher: Ost-Wirtschaft wächst etwas stärker

Für die ostdeutsche Wirtschaft prognostizieren Forscher in diesem Jahr ein etwas stärkeres Wachstum als für Deutschland insgesamt. In den neuen Ländern einschließlich Berlin dürfte das Plus bei 1,0 Prozent liegen, wie das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) am Donnerstag mitteilte. Das wären 0,2 Punkte mehr als für ganz Deutschland erwartet wird.

Ein Grund dafür ist aus Sicht der Forscher die anhaltend dynamische Entwicklung Berlins. Im Umfeld der Hauptstadt profitierten besonders die Dienstleistungsbranchen davon, dass die Menschen dank der zuletzt deutlich steigenden verfügbaren Einkommen viel konsumierten. Laut Mitteilung sorgte Berlin schon im Jahr 2018 mit seinem Wachstum von 3,1 Prozent dafür, dass der Osten insgesamt mit einem Plus von 1,6 Prozent etwas stärker zulegte als im Bundesschnitt (+1,4 Prozent).
Für dieses Jahr senkten führende Wirtschaftsforschungsinstitute die Wachstumsprognose für Gesamtdeutschland deutlich. Wie die Forscher am Donnerstag mitteilten, erwarten sie nur noch eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent. Im Herbst hatten sie noch mit 1,9 Prozent gerechnet. Der langjährige Aufschwung sei vorbei, hieß es. Vor allem die Industrie schwächelt den Experten zufolge wegen der abkühlenden internationalen Konjunktur und der Probleme der deutschen Autoindustrie.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. April 2019 14:00 Uhr

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