Studieren ohne Abitur bleibt in Brandenburg die Ausnahme

Studieren ohne Abitur bleibt in Brandenburg die Ausnahme

Entgegen einem bundesweiten Trend ist in Brandenburg die Zahl der Studenten ohne Abitur vergleichsweise gering. Gerade einmal 1,64 Prozent aller Studienanfänger im Land haben ohne allgemeine Hochschulreife einen Studienplatz bekommen, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Mittwoch bekannt gab. Damit belegt Brandenburg unter allen Bundesländern lediglich den 13. Rang. Die meisten von ihnen entschieden sich demnach für die Fachhochschule Potsdam, die Technische Hochschule Brandenburg und die Technische Hochschule Wildau.

Betrachtet wurde die Zahl der Studienanfänger, der Studenten und der Absolventen ohne Abitur im Jahr 2017. In allen drei Gruppen bewegt sich Brandenburg im unteren Mittelfeld. Spitzenreiter ist Hamburg mit 5,0 Prozent Studienanfängern ohne Abitur, gefolgt von Bremen (4,5 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (4,0 Prozent). Schlusslicht ist das Saarland mit 0,5 Prozent.
Deutschlandweit ist die Zahl der Studenten ohne Abitur auf 60 000 geklettert und ist damit so hoch wie nie. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl nach Angaben des Centrums für Hochschulentwicklung vervierfacht.
Berechtigt zum Studium ohne Abitur sind unter anderem Inhaber von Meisterabschlüssen und Leute mit Berufsausbildung. Auch eine erfolgreiche Begabtenprüfung kann ein Studium ohne Abitur möglich machen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. April 2019 15:40 Uhr

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