Volksbedarf statt Luxus: Ausstellung zu Bauhaus in der DDR

Volksbedarf statt Luxus: Ausstellung zu Bauhaus in der DDR

Gebrauchsgegenstände mit Wiedererkennungswert: Zum 100. Bauhaus-Jubiläum zeigt die Ausstellung «alltag formen!» in Eisenhüttenstadt Möbel, Geschirr und technische Geräte aus der DDR. Ab dem 7. April sind Objekte zu sehen, wie sie unter dem Einfluss der Bauhaus-Schule ab den 50er Jahren produziert wurden. Viele davon wurden in Serie gefertigt und für die Massenproduktion optimiert, sagte die Leiterin des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR, Florentine Nadolni, am Mittwoch. Für die Alltagsgegenstände wurde mit Sprüchen geworben wie «Für die Werktätigen nur das Beste» oder «Volksbedarf statt Luxusbedarf».

«Alltag formen! Bauhaus-Moderne in der DDR»

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Ein Armlehnsessel Modell 53693 (Entwurf 1957, Hersteller: VEB Deutsche Werkstätten Hellerau). Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Zu sehen ist zum Beispiel der Stuhl 3101, der oft in Kantinen großer VEB-Betriebe oder in Schulen der DDR stand. Oder etwa der Schrank 602, der nach einem offenen Baukastenprinzip gefertigt wurde, damit er in die kleinen neugebauten Wohnungen der DDR passte. Designer wie Franz Ehrlich oder Rudolf Horn kamen aus der Bauhaus-Schule und entwarfen Gebrauchsgegenstände für die Serienproduktion - unter anderem in Werken wie den Deutschen Werkstätten Hellerau.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. April 2019 14:40 Uhr

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