Umweltinteressierte spazieren an Tagebaukante Jänschwalde

Umweltinteressierte spazieren an Tagebaukante Jänschwalde

Mit einem Waldspaziergang am Braunkohletagebau Jänschwalde haben mehr Umweltschützer als erwartet in der Lausitz gegen den Kohleabbau protestiert. Etwa 250 Menschen zählten die Veranstalter am Samstag bei der dreistündigen Wanderung, die in einem von Enteignung und Rodung bedrohten Waldgrundstück im Ort Taubendorf (Landkreis Spree-Neiße) endete. «Wir hatten hundert Teilnehmer angemeldet, weil wir nicht wussten, wie die Resonanz sein würde», sagte René Schuster von der Grünen Liga Brandenburg. Störungen, wie sie von Tagebaubefürwortern im Vorfeld in Sozialen Medien angekündigt worden seien, blieben ihm zufolge aus.

Lausitzer Braunkohlerevier

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Farbenprächtiger Morgenhimmel über einem Absetzer für Abraum am Rande des Braunkohletagebaus Jänschwalde. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Neben Lausitzern seien auch Menschen aus Berlin, Dresden und Leipzig angereist, um sich über den Tagebau zu informieren. «Wer nicht selbst am Tagebau lebt, gewinnt bei diesem Spaziergang einen Eindruck vom Ausmaß der Landschaftszerstörung», hatte Schuster bei der Einladung betont. Auch der Eigentümer des drei Hektar großen Waldes, das derzeit als letzter Puffer zwischen dem Ort und dem Tagebau steht, war dabei. Die Grüne Liga klagt derzeit gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe beim Verwaltungsgericht Cottbus gegen die aktuelle Betriebsplangenehmigung des Tagebaus Jänschwalde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 30. März 2019 17:40 Uhr

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