Niedrige Milchpreise zwingen kleinere Betriebe zur Aufgabe

Niedrige Milchpreise zwingen kleinere Betriebe zur Aufgabe

Zu niedrige Milchpreise zwingen weiterhin kleinere Rinderhalter zur Aufgabe, während große Betriebe noch wachsen. Dieser Trend sei ungebrochen, sagte die Geschäftsführerin der RinderAllianz GmbH (Woldegk/Bismark), Sabine Krüger, am Donnerstag in Güstrow auf der Generalversammlung des Rinderzuchtverbands Mecklenburg-Vorpommern. Die RinderAllianz als Servicefirma der Rinderzüchter im Nordosten, Sachsen-Anhalt und Westbrandenburg habe im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 100 Millionen Euro und einem Plus von etwa elf Prozent einen Rekord erzielt. Grund sei vor allem der wachsende Zuchtviehhandel auch mit Russland. Die GmbH betreut nach eigenen Angaben rund 1300 Milchvieh- und Fleischrindhalter mit mehr als 260 000 Tieren.

Harzkühe

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Harzkühe auf einer Weide in Elend. Foto: Matthias Bein/Archiv

Nach ersten Einschätzungen hat sich der seit Jahren anhaltende Trend, dass immer mehr kleinere Milchviehhalter ihre Betriebe aufgeben und größere Rinderhalter wachsen, fortgesetzt. Die Geschäftsführung der RinderAllianz mit knapp 190 Mitarbeitern will das abgelaufene Geschäftsjahr bilanzieren und einen Ausblick auf 2019/2020 wagen.
Das Unternehmen betreut rund 1300 Milchrind- und Fleischrindhalter in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Teilen Brandenburgs, darunter knapp 800 Milchviehhalter. Die Zuchtbullen stehen in Woldegk (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) und es gibt zwei Vermarktungszentren in Bismark (Sachsen-Anhalt) und Karow bei Plau am See. Außerdem ist auf der Veranstaltung in Güstrow unter anderem aus Kostengründen eine Fusion von Rinderzuchtverband MV mit dem Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitätsprüfung MV geplant. Es wäre nach Verbandsangaben die erste ihrer Art in Deutschland.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. März 2019 12:40 Uhr

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