Land unterstützt Landkreis Dahme-Spreewald

Land unterstützt Landkreis Dahme-Spreewald

Der Flughafen Schönefeld ist der Wachstumsmotor im Landkreis Dahme-Spreewald. In seinem Schlepptau bringt er viele Investitionen in die Region. Im Süden jedoch geht es ruhiger zu. Ist dort auch etwas vom Aufschwung zu spüren?

Dietmar Woidke

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Dietmar Woidke, der Ministerpräsident von Brandenburg. Foto: Bernd Settnik/Archiv

Wildau (dpa/bb) - Der Landkreis Dahme-Spreewald entwickelt sich nach Ansicht von Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) durch den Flughafen Berlin-Schönefeld zu einem gefragten Wirtschaftsstandort. Der Airport gehöre zu den Entwicklungsmotoren der Region, sagte Woidke am Dienstag in Wildau (Dahme-Spreewald) bei der Sitzung des Kabinetts. Auch eher ländlich geprägte Regionen müssten davon profitieren. Schwerpunkt der Sitzung waren der künftige Flughafen BER und die Entwicklung seines Umfeldes.
Landrat Stephan Loge (SPD) betonte, dass bei den weiteren gemeinsamen Anstrengungen auch der südliche Naturraum bis zum Spreewald, beliebt bei Touristen und Ökolandbauern, nicht abgehängt werden dürfe. Der Tourismussektor mit 1,8 Millionen Besuchern im Jahr boome. Künftig müsse man der Entwicklung zwischen Spreewald und Flughafen gerecht werden, sagte er. Im Doppelhaushalt des Landkreises seien 106 Millionen Euro für Investitionen vor allem für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur eingestellt.
Im Rahmen des kommunalen Infrastrukturprogramms konnten nach Angaben von Finanzminister Christian Görke (Linke) mit knapp elf Millionen Euro Förderung Investitionen im Umfang von 20,4 Millionen Euro angeschoben werden. 2,6 Millionen Euro fließen unter anderem in die Erweiterung der Grundschule in der Gemeinde Schönwald für neue Klassenräume. In Königs Wusterhausen entsteht für 1,9 Millionen Euro ein Fahrradparkhaus. Die Feuerwehren im Landkreis können sich über 2,8 Millionen Euro unter anderem für neue Technik freuen.
Die Landesregierung will zudem die möglichst wohnortnahe medizinische Versorgung sichern. Die vier Krankenhäuser an fünf Standorten sollen zu modernen, sektorenübergreifenden Gesundheitsanbietern umgebaut werden. Landärzte sollen in unterversorgte Gebiete über ein Förderprogramm von Kassenärztlicher Vereinigung und AOK gelockt werden. Ein Brandenburg-Stipendium für Medizinstudenten und ein Weiterbildungs- und Marketingprogramm sind vorgesehen. In diesem Jahr stehen dafür im Landeshaushalt 2,4 Millionen Euro und im kommenden rund 3,3 Millionen Euro bereit.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. März 2019 17:50 Uhr

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