Brandenburg berät über mehr Schutz für Insekten

Brandenburg berät über mehr Schutz für Insekten

Wie kann das Insektensterben gestoppt werden? Brandenburger Landwirte, Imker, Ökobauern, Gemüsebauern oder Wissenschaftler haben am Montag in Potsdam über besseren Schutz von Insekten beraten. Mit der nichtöffentlichen Veranstaltung auf Einladung des Umweltministeriums sollte ein Dialog im Land in Gang gesetzt werden.

Verbände des ländlichen Raumes hätten unterdessen den Umweltverbänden ein Angebot für eine gemeinsame Volksinitiative unterbreitet, sagte Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes. Dazu gehöre unter anderem die Bildung eines Kulturlandschaftsbeirates, der Vorschläge gegen das Insektensterben vorlege. Vom Land müsse ein Förderprogramm Artenvielfalt kommen.
Insektenschutz erfordere breiten Konsens und keine einseitigen Schuldzuweisungen, sagte Ingo Senftleben, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Ursachen für den Rückgang von Insekten ließen sich nicht nur der Landwirtschaft zuschreiben. «Wir wollen die Lebensbedingungen für Insekten wieder verbessern», sagte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Roick.
Der Bauernbund als Interessenvertreter von bäuerlichen Familienbetrieben wies indes jede Verantwortung des Berufsstandes für ein Insektensterben zurück. Behauptungen könnten nicht nachvollzogen werden, hieß es.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. März 2019 17:30 Uhr

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