Windpocken an Waldorfschule: Ministerium verteidigt Maßnahme

Windpocken an Waldorfschule: Ministerium verteidigt Maßnahme

Nach einem Windpocken-Fall an einer Waldorfschule in Kleinmachnow hat das Brandenburger Gesundheitsministerium das Vorgehen des zuständigen Gesundheitsamtes verteidigt. Sprecherin Gerlinde Krahnert erklärte am Freitag: «Die Maßnahmen sind keine Schikane. Sie dienen dem Schutz der Schüler und Lehrer.» Fälle wie der an der Schule träten nicht oft auf. «Wenn es auftritt, müssen wir etwas unternehmen», sagte Krahnert. Das sei deutschlandweit durch das Bundesgesetz geregelt.

Dem Gesundheitsamt Potsdam-Mittelmark zufolge war am Montag gemeldet worden, dass eine Schülerin an Windpocken erkrankt war. Am Donnerstag hatte das Gesundheitsamt darauf hin vor Beginn des Unterrichts bei rund 240 Kindern die Impfbücher kontrolliert. 66 Schüler konnten keinen vollständigen Impfschutz nachweisen. Daher habe das Gesundheitsamt angeordnet, dass sie die Schule bis zum 30. März nicht besuchen dürfen.
Dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden 2019 aus Brandenburg bislang rund 100 Windpocken-Fälle übermittelt. Den Gesundheitsämtern empfiehlt die Einrichtung: Kinder und Erwachsene, die nicht geimpft sind und die Krankheit nicht gehabt haben, sollen 16 Tage lang aus Gemeinschaftseinrichtungen ausgeschlossen werden. Seit 2004 empfiehlt die Ständige Impfkommission den Angaben zufolge zudem eine Impfung. Seit 2009 wird diese in zwei Dosen geimpft.
Laut den neuesten Zahlen des RKI hatten 2016 rund 93 Prozent der untersuchten Kinder die erste und etwa 90 Prozent die zweite Impfung erhalten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. März 2019 16:30 Uhr

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