Werbellinsee-Fischer hilft Kleinen Maränen beim Brüten

Werbellinsee-Fischer hilft Kleinen Maränen beim Brüten

Der einzige Fischereibetrieb am Werbellinsee (Barnim) hilft bei der Vermehrung der Kleinen Maränen nach. Fischer Volker Wolf aus Joachimsthal geht es dabei einerseits um die Bestandssicherung. Andererseits sieht sich der 67-Jährige auch im Dienste der Wissenschaft, um herauszufinden, warum das Vorkommen des schmackhaften Speisefisches so stark schwankt.

Brutnachhilfe für die Kleine Maräne

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Volker Wolf, Fischer, schüttet einen Eimer mit unzähligen Kleinen Maränen in den Werbellinsee. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Wolf nutzt eine sogenannten Erbrütungsanlage, in der derzeit rund sechs Millionen Maräneneier reifen. Zuvor hat er sie künstlich befruchtet, Rogen und Samen erwachsener, geschlechtsreifer Fische aus dem Werbellinsee entnommen. Wenn die nur neun Millimeter großen Larven Ende März schlüpfen, kehren sie zurück in das sehr saubere und tiefe Gewässer. Begleitet wird er bei seiner Brutnachhilfe von Wissenschaftlern des Instituts für Binnenfischerei Potsdam. Sie untersuchen unter anderem, welchen Einfluss die Erbrütung auf die Bestandsentwicklung der Kleinen Maränen im Werbellinsee hat.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 17. März 2019 11:40 Uhr

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