Oberste Jagdbehörde: Ausnahme für Jagd mit Pfeil und Bogen

Oberste Jagdbehörde: Ausnahme für Jagd mit Pfeil und Bogen

Die Oberste Jagdbehörde in Brandenburg plant eine Ausnahmegenehmigung für die Jagd mit Pfeil und Bogen zur Reduzierung überhand nehmender Wildschweine in Kleinmachnow und Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark). Nach dem Landesjagdgesetz sei das möglich, teilte das Agrarministerium am Dienstag mit. Der zuständige Jagdpächter habe einen Antrag gestellt. Eine Genehmigung soll aber mit Auflagen und wissenschaftlicher Begleitung verbunden sein.

Hinweisschild für Friedhofsbesucher

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Ein selbstgefertigtes Schild bittet die Friedhofsbesucher das Tor zu schließen. Foto: Bernd Settnik/Archiv

Es gehe darum die Anforderungen an den Tierschutz, die Gefährdung durch die Pfeile, aber auch die Akzeptanz bei der Bevölkerung genauer zu beurteilen, hieß es. Vor allem müsse festgestellt werden, ob es tatsächlich erforderlich sei, mit Pfeil und Bogen zu jagen oder ob nicht herkömmliche Methoden mit der Schusswaffe oder Fallen ausreichen würden.
Erst wenn die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens vergeben sei, gebe es den zeitlich befristeten Bescheid. Auch müssten Jäger durch eine besondere Prüfung beim Deutschen Bogenjagdverband nachweisen, dass sie für diese Methode qualifiziert seien.
In Deutschland ist die Bogenjagd seit 1976 verboten, in anderen Ländern nicht. Der Jäger muss an das Wild für einen sicheren Schuss bis maximal 25 Meter heran kommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. März 2019 13:40 Uhr

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