Borkenkäferplage: Befallenes Holz muss schnell aus dem Wald

Borkenkäferplage: Befallenes Holz muss schnell aus dem Wald

Trockenheit und mildes Klima bieten in Brandenburg ideale Bedingungen für den Borkenkäfer. «Das befallene Holz muss schnell aus dem Wald geschafft werden, damit sich die Käfer nicht weiter ausbreiten», sagte Michael Kopka vom Landesbetrieb Forst der Deutschen Presse-Agentur. Rund 150 000 Festmeter Holz seien von dem Schädling befallen. Kopka vermutet allerdings, dass die Dunkelziffer noch höher liegt. «Es sind nur die größeren Beschläge erfasst.» Waldbrände und Trockenheit haben dem Wald im letzten Jahr zugesetzt und ihn anfälliger für Schädlinge gemacht. «Das zeitige Frühjahr schafft Idealbedingungen für den Borkenkäfer», so Kopka.

Borkenkäfer

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Ein Borkenkäfer kriecht über eine Fichte. Foto: Matthias Hiekel/Archiv

Vor allem die Fichte leidet demnach unter dem Befall. Hier sind es laut Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) Buchdrucker und Kupferstecher, die dem Baum zusetzen. Fichtenwälder gibt es in Brandenburg zwar nicht viele. Aber auch einige Kiefern seien betroffen. Wie viel befallenes Holz noch aus den Brandenburger Wäldern geschafft werden muss, war nicht genau zu beziffern. «Wir haben noch jede Menge zu tun», sagte Kopka.
In Brandenburg gibt es derzeit 1,1 Millionen Hektar Waldfläche. 70 Prozent der Bäume sind Kiefern. Seit Jahren wird in Brandenburg reiner Kiefern- zu Mischwald umgebaut, auch um Waldbränden und Schädlingsbefall Herr zu werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 10. März 2019 09:40 Uhr

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