Wirtschaftsförderung: 4200 neue Arbeitsplätze entstanden

Wirtschaftsförderung: 4200 neue Arbeitsplätze entstanden

Die Brandenburger Wirtschaftsförderung sieht sich als wichtiger Ansprechpartner für Investoren. Sie hilft bei der Standortsuche und berät bei Ansiedlungen. Die Bilanz für 2018 kann sich ihrer Meinung nach mehr als sehen lassen.

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach

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Jörg Steinbach (SPD), Wirtschaftsminister von Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Potsdam (dpa/bb) - Eine Papierfabrik, eine Käsemanufaktur, der Triebwerkshersteller MTU oder auch ein Zahnradwerk: Landesweit entstanden im vergangenen Jahr in Brandenburg rund 4200 Arbeitsplätze neu oder wurden gesichert. Das sei ein Rekordwert, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Donnerstag in Potsdam bei der Jahrespressekonferenz der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB). Auch die Gesamtinvestitionen mit 924 Millionen Euro seien die höchsten in den vergangenen zehn Jahren. Bewährt habe sich die Zusammenarbeit zwischen der WFBB und den regionalen Wirtschaftsförderern.
Angesichts der Forderung von Unternehmensverbänden nach einem Minister für Digitalisierung räumte Steinbach ein: «Ja, es geht in diesem Bereich zu langsam vorwärts.» Dies liege aber zumeist daran, dass Planungen und Umsetzung der Projekte weit auseinanderklafften. Die Baufirmen etwa seien so gut ausgelastet, dass es Monate dauere, ehe Aufträge erledigt werden könnten.
Die Wirtschaftsförderung konnte nach eigener Darstellung 51 Neu-Ansiedlungen für das Land gewinnen und es seien 37 Erweiterungen angeschoben worden. «Wirtschaftsförderung braucht einen langen Atem», sagte ihr Geschäftsführer Steffen Kammradt. Die Neuansiedlungen von heute seien die Grundlage für Erweiterungen morgen.
Die zweite Papierfabrik der österreichischen Firma Hamburger Rieger in Spremberg (Spree-Neiße) mit einem Investitionsvolumen von 370 Millionen Euro wäre Kammradt zufolge nicht möglich gewesen, wenn nicht 2006 bereits das erste Werk dort entstanden wäre. Mit dem Vorhaben sind 200 neue Arbeitsplätze verbunden.
In Frankfurt (Oder) wurde wiederum ein Neubau der Betriebsstätte des japanischen Elektronikherstellers Yamaichi unterstützt. Auch andere Firmen hätten von den Vorteilen des Standortes Brandenburg überzeugt werden können, berichtete Kammradt. Nach Angaben der WFBB wurden außerdem 341 Innovationsprojekte und 37 Existenzgründungen begleitet. Zudem nutzten 425 Unternehmen und Kommunen Beratungen zur Energieeffizienz.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. März 2019 15:00 Uhr

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