Willkommensgruß für Biene und Co.: Bauern lassen erblühen

Willkommensgruß für Biene und Co.: Bauern lassen erblühen

Malven, Ringelblumen oder andere Blumen und Wildkräuter werden von Brandenburger Landwirten ab April in den Boden gebracht. Mit der Aktion solle für Insekten und andere Kleintiere zusätzlicher Lebensraum geschaffen werden, teilte der Landesbauernverband am Freitag mit. Landwirte verzichteten dafür während der Saison auf Einnahmen durch die Bewirtschaftung der Flächen, die sie unentgeltlich zur Verfügung stellen. Der Kauf des Saatgutes - spezielle Mischungen von ein- und zweijährigen Pflanzen - wird über Spenden finanziert. Im Vorjahr kamen 10 000 Euro zusammen. Rund 100 Landwirte hatten sich an der Aktion beteiligt. Auf 300 Hektar Ackerland erblühte es.

Bienen krabbeln auf einer Wabe

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Bienen krabbeln auf einer Wabe. Foto: Sven Hoppe/Archiv

«Immer mehr Landwirten liegt der Schutz der natürlichen Ressourcen am Herzen», sagte Landesbauernpräsident Henrik Wendorff. Für mehr Blühflächen sollten dieses Projekt auch als Agrarumweltmaßnahme förderfähig werden. Brandenburg sei das einzige Flächenbundesland, dass über kein derartiges Programm verfüge. «Natur- und Artenschutz kann es nicht zum Nulltarif geben», sagte er. Wendorff appellierte auch an Gemeinden, Gartenbesitzer und andere Flächeneigentümer, etwas für den Erhalt der Arten zu tun. Die Versiegelung immer neuer Flächen, auf denen nichts mehr wachse, müsse beendet werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. März 2019 16:40 Uhr

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