Energie-Coach Wollitz geht Energie-Lage an die Nieren

Energie-Coach Wollitz geht Energie-Lage an die Nieren

Der FC Energie steht vor einem richtungsweisenden Wochenende. Ein Sieg in Großaspach soll den Umschwung und dann die Rettung einleiten. Trainer Wollitz bekommt die Unterstützung des Präsidenten - und will auch im Abstiegsfall in Cottbus bleiben.

Claus-Dieter Wollitz

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Claus-Dieter Wollitz feuert seine Spieler an. Foto: Frank Hammerschmidt/Archiv

Cottbus (dpa) - Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt schon fünf Punkte - das Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach fühlt sich schon wie eine letzte Chance an. Energie-Präsident Werner Fahle stärkte Trainer Claus-Dieter Wollitz vor der Partie am Samstag (14.00 Uhr) beim Tabellen-Sechzehnten Großaspach den Rücken. «Pele Wollitz ist unser Mann und wir stehen als Vorstand zu ihm», erklärte Fahle trotz der jüngsten Niederlagen-Serie des Drittliga-Aufsteigers aus der Lausitz.
Wollitz seinerseits möchte auch im Abstiegsfall weiter den FC Energie trainieren. Gegenüber dem rbb wies der 53-Jährige auf seinen laufenden Vertrag hin, der auch für die 4. Liga gelte. Und er habe «keine Absicht, den nicht zu erfüllen». Bei einem Treff mit den Spielern vor dem Training am Donnerstag hatte Präsident Fahle den Eindruck gewonnen, dass «die Mannschaft nach wie vor zum Trainer steht.» Energie war nach zuletzt vier punktlosen Partien auf den vorletzten Platz abgerutscht.
Selbstkritisch ging Wollitz mit der Situation vor Saison-Beginn um. «Den einzigen Vorwurf, den ich mir machen muss, ist, im vorigen Sommer nicht auf mehr Verstärkungen gedrängt zu haben», sagte der 53-Jährige und verwies zugleich auf die latent schwierige finanzielle Lage der Lausitzer.
Mit Daniel Stanese und Abdelkadir Beyazit wurden lediglich zwei neue Profis geholt - beide stehen wegen langwieriger Verletzungen schon Monate nicht zur Verfügung. Die komplette Integration des Ende Januar 2019 geholten Quartetts verlange dagegen Zeit. «Innerlich bin ich am Weinen, wie sich unsere Lage derzeit darstellt», bekannte Wollitz.
Trotz sieben verletzten Spielern zeigte sich der Trainer jedoch zuversichtlich, die Misere im März beenden zu können.: «Wir brauchen nur einen vollen Erfolg. Der würde bei uns viel verändern. Bei uns gibt keiner auf».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Februar 2019 16:30 Uhr

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