Gemeinden überlegen diverse Maßnahmen gegen Wildschweinplage

Gemeinden überlegen diverse Maßnahmen gegen Wildschweinplage

Die beiden seit Jahren unter einer Wildschweinplage leidenden Brandenburger Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) wollen nun gemeinsam dagegen vorgehen. Patentlösungen lägen jedoch nicht vor, hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung nach einem Arbeitstreffen am Vortag mit 20 Jagd- und Wildtierexperten.

Wildschweine

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Wildschweine in einem Wildgehege. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Zur Reduzierung des Bestandes könnten die Bogen- und Fallenjagd, aber auch die Büchsenjagd dienen. Seit 1976 verbietet in Deutschland jedoch das Bundesjagdgesetz die Jagd mit Pfeil und Bogen. Das Brandenburger Landwirtschaftsministerium lässt als oberste Jagdbehörde derzeit prüfen, ob eine Ausnahmegenehmigung möglich ist. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen, sagte der Sprecher am Mittwoch.
In beiden Orten sind den Angaben zufolge auch sogenannte Sauenfänge im Gespräch, in die Wildschweine gelockt und dann erlegt werden. In den nächsten Wochen will die Gemeindeverwaltung Stahnsdorf zudem über Aufgaben und Bedingungen für einen möglichen Jagdbeauftragten beraten. Ob ein Gemeindejäger oder ein Jagdhelfer eingesetzt werden soll, sei noch unklar.
Die Kommunen wollen auch weniger attraktiv für die Tiere werden. So werden etwa erwilderte Grundstücke von Unterholz befreit, womit Unterschlupfe verschwinden. Außerdem sollen Verstöße gegen das Fütterungsverbot strenger geahndet werden. Die untere Jagdbehörde soll bei der Durchsetzung der Maßnahmen helfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. Februar 2019 17:20 Uhr

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