1,5 Millionen Euro für Denkmalpflege in Brandenburg

1,5 Millionen Euro für Denkmalpflege in Brandenburg

Die Summen für Denkmalpflege im Brandenburger Haushalt sind in diesem und im kommenden Jahr jeweils auf 1,5 Millionen Euro aufgestockt worden. 2018 standen Denkmaleigentümern für Instandsetzungs- und Restaurierungsmaßnahmen rund eine Million Euro zur Verfügung, wie das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum am Mittwoch in Berlin auf der Jahrespressekonferenz mitteilte. Eine weitere konstante Steigerung sei notwendig angesichts der zunehmenden Zahl der Anträge. Der tatsächlich ermittelte Bedarf liege für 2019 bei rund 6 Millionen Euro.

Euro-Banknoten und Münzen

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Euro-Banknoten und Münzen sind zu sehen. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv

Im Bundes- und Landes-Förderprogramm für national bedeutende Denkmale konnten im Vorjahr fünf Projekte unterstützt werden. Knapp 700 000 Euro flossen in die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack (Prignitz), die Kirche St. Nikolai in Jüterbog (Teltow-Fläming), die Borsighalle in Eberswalde (Barnim), die Friedenskirche in Potsdam und das Süd-Torhaus auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark).
Fortgesetzt wird in diesem Jahr mit knapp einer Million Euro auch das Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundeskulturbeauftragten. Zehn Projekte kommen dabei in den Genuss des Geldes - etwa Kirchen und Kapellen, aber auch die Wasserstation am Lokschuppen in Wittenberge (Prignitz).
Trotz der avisierten Summen drohen im Land Denkmal-Verluste: In der Dorfkirche Groß Woltersdorf (Prignitz) etwa wartet der Kanzelaltar auf eine Restaurierung. In der Altstadt von Lenzen (Prignitz) verfallen Gebäude, von denen viele unter Denkmalschutz stehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. Februar 2019 13:00 Uhr

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