Grünen-Chefin fordert Ende des Abbaggerns von Dörfern

Grünen-Chefin fordert Ende des Abbaggerns von Dörfern

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat indirekt Bedingungen für eine mögliche Regierungsbeteiligung ihrer Partei nach der Landtagswahl in Brandenburg gestellt. Sie forderte am Samstag, dass kein Dorf für den Braunkohletagebau weichen muss und erwähnte Proschim in der Lausitz. «Wir als Bündnis 90/Die Grünen werden nicht ruhen, bis auch klar ist, dass Proschim in Brandenburg bleibt - und zwar über der Erde», sagte die Brandenburger Bundestagsabgeordnete beim Landesparteitag der Grünen in Fürstenwalde. «Bei uns wird es kein Rumgemauschel bei der Frage neue Tagebaue oder Abreißen von Dörfern geben.»

Proschim

© dpa

Zwei Ortsschilder weisen auf die Orte Welzow und Proschim hin. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Die Grünen sind in Brandenburg in der Opposition. Am 1. September wird ein neuer Landtag gewählt. In der Umfrage von Insa für die «Bild»-Zeitung von Anfang Februar kamen sie auf 10 Prozent. In dem Dorf Proschim wissen die Einwohner nicht, ob das Dorf umsiedeln muss. Der Tagebaubetreiber Leag wollte über eine Erweiterung des angrenzenden Tagebaus nach bisherigen Plänen bis 2020 entscheiden.
Die sogenannte Kohlekomission im Auftrag der Bundesregierung peilt einen Ausstieg aus der Kohle bis spätestens 2038 an. Die Brandenburger Grünen stimmten bei ihrem Parteitag in einer Resolution für einen schnelleren Ausstieg. Sie kämpfen auch für den Erhalt Proschims.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 23. Februar 2019 13:00 Uhr

Weitere Meldungen