Firmenpleiten in Brandenburg gehen kaum zurück

Firmenpleiten in Brandenburg gehen kaum zurück

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Brandenburg ist im Bundesvergleich nur leicht zurückgegangen. Im vergangenen Jahr rutschten landesweit 420 Betriebe in die Pleite, wie die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Insolvenzstudie für Deutschland mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 0,7 Prozent gegenüber 423 Fällen im Jahr 2017. Von 10 000 Brandenburger Unternehmen gingen im vergangenen Jahr 45 in Insolvenz.

Der durchschnittliche Rückgang unter allen Bundesländern betrug 3,6 Prozent. Bundesweit meldeten nach Crifbürgel-Angaben 19 552 Unternehmen Insolvenz an; ein Jahr zuvor waren es 20 276. Die Zahl sei zum neunten Mal in Folge gesunken und habe den tiefsten Stand seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 1999 erreicht, hieß es.
«2019 wird die Trendumkehr eingeleitet und wir erwarten einen Anstieg bei den Firmeninsolvenzen», sagte Geschäftsführerin Ingrid Riehl am Donnerstag. Gefährdet seien unter anderem «Zombie-Unternehmen», die das derzeitige Niedrigzinsumfeld am Markt halte, die aber unter normalen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig wären.
Die meisten Pleiten gab es nach Crifbürgel-Berechnungen 2018 in Bremen mit 105 Fällen je 10 000 Unternehmen, die wenigsten in Bayern mit 41. Der Bundesschnitt lag bei 59 Fällen je 10 000 Firmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 21. Februar 2019 15:00 Uhr

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