Brandstiftung in Nauen: auf Erinnerungslücken berufen

Brandstiftung in Nauen: auf Erinnerungslücken berufen

Der Revisionsprozess gegen den ehemaligen NPD-Politiker Maik Schneider wegen der Brandstiftung an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen (Havelland) tritt auf der Stelle. Ein bereits verurteilter Mittäter berief sich am Mittwoch bei seiner Vernehmung vor dem Landgericht Potsdam zu dem Ablauf der Brandstiftung weitgehend auf Erinnerungslücken. «Ich wollte das alles verdrängen und vergessen», sagte der Zeuge. Auch auf Drängen des Vorsitzenden Richters Klaus Feldmann wollte er sich nicht dazu äußern, ob Schneider der Anführer bei der Tat war.

Abgebrannte Unterkunft

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Brandstiftung in Nauen: Verurteilter Komplize als Zeuge. Foto: Nestor Bachmann/Archiv

Schneider habe erklärt, dass der Zeuge den für den Brand vor der Halle aufgeschichteten Haufen aus Paletten, Reifen und einer Gasflasche angezündet habe, erklärte Richter Feldmann. Dagegen beharrte der Zeuge in seiner Aussage vor Gericht darauf, dass er weggelaufen sei, nachdem der Haufen aufgeschichtet worden war.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. Februar 2019 14:30 Uhr

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