Landesamt entzieht Großhandelserlaubnis für Lunapharm

Landesamt entzieht Großhandelserlaubnis für Lunapharm

Nach dem Skandal um gestohlene Krebsmedikamente aus Griechenland hat das Brandenburger Landesamt für Gesundheit dem Brandenburger Pharmahändler Lunapharm die Großhandelserlaubnis entzogen. «Damit wurde dem Unternehmen mit Sitz in Blankenfelde-Mahlow nun auch jeglicher Handel mit Arzneimitteln auf Dauer untersagt», teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Bereits Mitte Januar hatte das Amt dem Unternehmen die Herstellung von Arzneimitteln und den Handel damit untersagt. Die Großhandelserlaubnis hatte dagegen bis Mittwoch nur geruht.

Das Gebäude der Lunapharm

© dpa

Das Gebäude der Lunapharm Deutschland GmbH ist zu sehen. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Unterdessen hat die Geschäftsführerin von Lunapharm, Susanne Krautz-Zeitel, schwere Vorwürfe gegen die Medien und das Ministerium erhoben. Ihr Unternehmen sei aufgrund von unbewiesenen Unterstellungen ohne belastbare Beweise und ohne Möglichkeit einer Verteidigung «öffentlich vorgeführt, ja geradezu geschlachtet» worden, sagte Krautz-Zeitel in einem am Donnerstag von ihrer PR-Agentur verbreiteten Interview. Die Geschäftsführerin kündigte Schadenersatzforderungen gegen das Land an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Februar 2019 14:50 Uhr

Weitere Meldungen