Tod durch Herzkrankheiten in Brandenburg hoch

Tod durch Herzkrankheiten in Brandenburg hoch

Beim Tod durch Herzkrankheiten erreicht Brandenburg im Bundesschnitt einen hohen Wert. Pro 100 000 Einwohner starben im Jahr 2016 landesweit 256 Menschen an einer Herzkrankheit, heißt es im neuen Deutschen Herzbericht, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Im Bundesländervergleich war das der fünfthöchste Platz. Berlin mit 187 Toten pro 100 000 Einwohner lag da deutlich besser.

Ein Krankenwagen mit Blaulicht

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Ein Rettungswagen mit Blaulicht. Foto: Lukas Schulze/Archiv

Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es große Unterschiede. Den bundesweit höchsten Wert belegt Sachsen-Anhalt (295). Auch andere ostdeutsche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern (264) weisen überdurchschnittlich viele Herztote aus. Das Lebensalter als Faktor wurde aus der Statistik bereits so gut wie möglich herausgerechnet.
In den Tabellen gibt es aber nicht allein Ost-West-Unterschiede. Betrachten die Statistiker nur die Einlieferungen in Kliniken nach einem akuten Herzinfarkt kommt das Saarland im Jahr 2017 mit 305 Patienten pro 100 000 Einwohner auf einen negativen Spitzenwert. In Brandenburg wurden 268 Patienten gezählt, in Berlin waren es 237. Die geringste Herzinfarkt-Zahl meldete Sachsen mit 197 Patienten pro 100 000 Einwohner.
«Der auffällige Unterschied bei der Anzahl der akuten Herzinfarkte in den Bundesländern lässt sich noch nicht erklären, wenn allein das Alter als Faktor herausgerechnet oder ländliche Regionen mit längeren Rettungswegen anders beurteilt werden», sagte Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. «Da müssen wir noch viel mehr Parameter in den Blick nehmen, zum Beispiel auch den Bildungsgrad der Bevölkerung, die Gesundheitsinformationen in ländlichen Regionen, dazu Faktoren wie Übergewicht, Raucherquoten und die Anzahl von Vorerkrankungen wie Diabetes.»
Sachsen-Anhalt versucht neben einer Analyse bereits, mit Programmen gegenzusteuern. Dabei geht es zum Beispiel um mehr Informationen über Lebensstil-Risiken wie Rauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht, aber auch um mehr Grundwissen über Herzerkrankungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Februar 2019 12:30 Uhr

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