Tarifgespräche für Länder-Beschäftigte fortgesetzt

Tarifgespräche für Länder-Beschäftigte fortgesetzt

In den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder sind beide Seiten wieder in Potsdam zusammengekommen. Die Gewerkschaften forderten vor dem Beginn des Treffens am Donnerstag erneut Bewegung der Arbeitgeber. «Wir sind in der Tat weit auseinander», sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. Zu Fragen des Lohnabschlusses sei man noch gar nicht gekommen.

Frank Bsirske

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Frank Bsirske. Foto: Bernd Settnik

Der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, sagte: «Es sind schwierige Gespräche.» Bisher sei noch überhaupt kein Einigungskorridor in Sicht. Die Arbeitgeberseite sage immer nur, was sie alles nicht wolle. «Ein paar Lösungsansätze wären hilfreicher.
Der Verhandlungsführer der Länder, Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), sagte: «Natürlich sind solche Verhandlungen komplex.» Es lasse sich aber sagen, dass die Gespräche konstruktiv verliefen. «Wir gehen nacheinander alle Themen durch. Erst wenn alle Fragen geklärt sind, lässt sich schrittweise ein Gesamtpaket schnüren.»
Die Gewerkschaften fordern für rund eine Million Beschäftigte der Länder ohne Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat - bei einer Laufzeit des neuen Vertrags von einem Jahr. Die Länderseite weist das zurück.
Eine dritte Verhandlungsrunde ist bereits für den 28. Februar und 1. März geplant. Erste Warnstreiks in einigen Ländern hat es schon gegeben. Ob in den nächsten Tagen und Wochen weitere Arbeitsniederlegungen folgen, hängt von den Fortschritten der Verhandlungen ab.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Februar 2019 10:30 Uhr

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