Frau tot in Havelkanal: Verdächtiger nach Polen ausgeliefert

Frau tot in Havelkanal: Verdächtiger nach Polen ausgeliefert

Fast ein halbes Jahr nach dem Tod einer polnischen Frau, die zuletzt in Linstow (Landkreis Rostock) gearbeitet hatte, ist der Tatverdächtige nach Polen ausgeliefert worden. Die deutschen Behörden werden den noch ungeklärten Fall in Kürze an polnische Ermittler übergeben, wie Oberstaatsanwalt Harald Nowack am Donnerstag in Rostock sagte. Die 29 Jahre alte Frau war am 24. August 2018 tot im Havelkanal bei Wustermark in Brandenburg gefunden worden.

Sie und ihr polnischer Freund sollen zusammen in Linstow aufgebrochen sein. «Die Ermittlungslage macht den Begleiter zum Verdächtigen», sagte Nowack. Der 27 Jahre alte Mann war wenige Tage nach dem Fund der Toten in den Niederlanden verhaftet worden. Die Frau hatte seit Jahren in Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gearbeitet, zuletzt in Linstow.
Rechtsmedizinische Untersuchungen hatten ergeben, dass die Frau ertrunken sein könnte. Toxikologische Untersuchungen brachten keine weiteren Erkenntnisse, wie Nowack sagte. Der Begleiter hatte bis zuletzt keine Angaben gemacht, auch nicht, warum er mit dem Auto des Opfers weitergefahren war. Die Angehörigen der Frau in Polen hatten sie als vermisst gemeldet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Februar 2019 09:30 Uhr

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