Linnemann will «Politik des gesunden Menschenverstands»

Linnemann will «Politik des gesunden Menschenverstands»

Der Chef des Unions-Mittelstands, Carsten Linnemann, hat eine Rückbesinnung auf die Markenkerne der CDU und eine «Politik des gesunden Menschenverstands» verlangt. «Für ein klares inhaltliches Profil braucht es kein 75-seitiges Wahlprogramm, in dem sich alles und nichts wiederfindet», sagte Linnemann vor der am Sonntag in Potsdam beginnenden zweitägigen Klausur des CDU-Vorstands zum Jahresauftakt. «Stattdessen müssen wir uns auf unsere Markenkerne «Innere Sicherheit» und «Soziale Marktwirtschaft» besinnen und diese mit konkreten Reformmaßnahmen glaubwürdig mit Leben füllen.»

Carsten Linnemann

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Carsten Linnemann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU/CSU, spricht beim Bundesparteitag. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Die CDU-Spitze will ein Arbeitsprogramm für das neue Jahr festlegen. Dazu gehört eine Konzentration auf die Europawahl Ende Mai und die Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen im Herbst.
«Die Union stellt sich neu auf: Mit einem neuen Fraktionsvorsitzenden, einer neuen CDU-Vorsitzenden und einem Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei (EVP) aus der CSU für die Europawahl», sagte Linnemann. «Diesen Schwung müssen wir jetzt für eine inhaltliche Erneuerung nutzen.» Gefordert seien «weniger Allgemeinplätze, mehr Klartext. Die Wähler müssen wieder wissen, was sie von CDU und CSU erwarten können: Eine berechenbare und optimistische Politik des gesunden Menschenverstands.»
Die Parteispitze kommt am Sonntagabend (19.00 Uhr) erstmals unter Führung der neuen Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer zu ihren Jahresauftakt-Klausur zusammen. Es wird erwartet, dass sich auch Kanzlerin Angela Merkel zur politischen Lage äußert. Merkel hatte die CDU 18 Jahre lang geführt, sie gehört der Parteispitze qua Amt an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. Januar 2019 09:40 Uhr

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