Schmiergeld für TÜV-Plaketten: Großrazzia in drei Ländern

Schmiergeld für TÜV-Plaketten: Großrazzia in drei Ländern

Wegen möglicher Schmiergeldzahlungen für TÜV-Plaketten hat es eine Großrazzia in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen gegeben. Rund 450 Polizisten waren im Einsatz, es gab 28 Hausdurchsuchungen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Donnerstag mitteilte.

Kfz-Hauptuntersuchung

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Wegen möglicher Schmiergeldzahlungen für TÜV-Plaketten hat es mehrere Großrazzien gegeben. Foto: Arno Burgi/Archiv

Ein 53 Jahre alten TÜV-Prüfer steht demnach im Verdacht, seit 2015 im Raum Berlin für diverse Werkstattinhaber und Gebrauchtwagenhändler Gefälligkeitsgutachten erstellt zu haben. Dafür soll er Schmiergelder in Höhe von 20 bis 50 Euro entgegengenommen haben. Anschließend sollen die Autos weiterverkauft worden sein.
Laut Staatsanwaltschaft läuft das Verfahren seit März 2018. Bislang seien 35 Beschuldigte identifiziert worden, 150 Fahrzeuge seien betroffen. Der genaue Tatumfang sei derzeit noch nicht absehbar.
Bei den Dursuchungen gegen das mutmaßliche Korruptionsnetzwerk seien am Mittwoch und Donnerstag zahlreiche tatrelevante Schriftstücke sichergestellt worden, hieß es. Zudem fanden die Polizisten zwei gestohlene Fahrzeuge sowie zwei Kilo Cannabis.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. November 2018 17:20 Uhr

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