Ost-Oberbürgermeister: Ganztagesbetreuung als Ländersache

Ost-Oberbürgermeister: Ganztagesbetreuung als Ländersache

Die ostdeutschen Städte sehen beim geplanten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Schulkindern die Zuständigkeit vor allem bei den Ländern. «Die Städte finden es wichtig, wenn es nachmittags mehr Bildung und Betreuung für Grundschulkinder gibt. Das entspricht dem Wunsch vieler Eltern», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, am Mittwoch in Dresden. Anlass war die Oberbürgermeisterkonferenz ostdeutscher Städte.

Schulessen

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Grundschüler bekommen ihr Mittagessen auf die Teller portioniert. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Ein Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung müsse bei den Ländern angesiedelt werden, betonte Dedy. Dann könnten die schon bestehenden Angebote von Musikschulen, Sportvereinen und anderen Einrichtungen flexibel und bedarfsgerecht in den weiteren Ausbau einbezogen werden.
Laut Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gibt es in den ostdeutschen Kommunen bereits zahlreiche Ganztagesangebote - vor allem in der Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe. Die Länder müssten dafür sorgen, dass genügend und geeignetes pädagogisches Personal für diese anspruchsvolle Aufgabe bereitstehe.
Hintergrund sind die Pläne der Bundesregierung, bis 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen einzuführen. Dafür will der Bund den Angaben zufolge zwei Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 28. November 2018 18:10 Uhr

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