Landesregierung: Interesse am Kampfsport der rechten Szene

Landesregierung: Interesse am Kampfsport der rechten Szene

Brandenburgs Landesregierung registriert «mit großer Besorgnis» ein wachsendes Interesse an Kampfsportevents der rechtsextremistischen Szene. Sie entsprächen der Überzeugung, sich für den angestrebten Zusammenbruch der staatlichen Ordnung zu wappnen, heißt es in der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag. Dies sei «Ausdruck einer aggressiv-kämpferischen Haltung gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung».

Verschlissener Boxhandschuh

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Ein gebrauchter, verschlissener alter Boxhandschuh. Foto: Jens Kalaene dpa/Archiv

Laut Ministerium nahmen Brandenburger «in hoher mittlerer zweistelliger Anzahl» an der diesjährigen Sportveranstaltung «Kampf der Nibelungen» am 13. Oktober im sächsischen Ort Ostritz teil. Zwei Besucher seien als Kämpfer für das rechtsgerichtete Bekleidungslabel «Black Legion» aus Cottbus aufgetreten. Mehrere Teilnehmer hätten rechtsextremistischen Organisationen zugeordnet werden können, wie der verbotenen «Widerstandsbewegung in Südbrandenburg», «Inferno Cottbus», «Barnimer Freundschaft» und «Identitärer Aufbruch». Insgesamt listet das Ministerium neun Organisationen auf.
Nach Beobachtungen der Polizei haben 15 Personen aus dem Umfeld des Kampfsportmilieus auch an Veranstaltungen des rechtsgerichteten Vereins «Zukunft Heimat» teilgenommen, der in Cottbus mehrere Aufmärsche gegen die Zuwanderung organisiert hatte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. November 2018