Wollitz kämpferisch: Können Ligaverbleib schaffen

Wollitz kämpferisch: Können Ligaverbleib schaffen

Energie Cottbus präsentiert sich in Osnabrück harmlos und befindet sich nur noch knapp vor den Abstiegsrängen. Trainer Wollitz ist enttäuscht - allerdings nicht wegen des wenig netten Empfangs bei seinem Ex-Club.

Osnabrück/Cottbus (dpa/bb) - Nach einem der schwersten Auswärtsspiele in dieser Saison für Energie Cottbus und auch für ihn persönlich schickte Claus-Dieter Wollitz eine trotzige Kampfansage an die Konkurrenz in der 3. Fußball-Liga. «Wir wollen in der Liga bleiben und können das auch schaffen», erklärte Wollitz im Anschluss an die 1:3 (0:1)-Niederlage bei seinem Ex-Verein und ehemaligem Herzensclub VfL Osnabrück.
Der Aufsteiger liegt nach dem 16. Spieltag nur noch knapp vor den Abstiegsrängen und muss mindestens bis Weihnachten die zwei Leistungsträger Tim Kruse und Marcelo aus dem Mittelfeld ersetzen. Die Niederlage beim Tabellenführer offenbarte, wie schwer diese Ausfälle wiegen. In der 1. Halbzeit wirkte das Energie-Spiel lethargisch und ohne Inspiration.
Mit dem einzigen Gegentor von Marc Heider in der 29. Minute waren die Gäste noch gut bedient. «Wir haben in der 1. Halbzeit alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Wir waren mutlos, hatten keine Ordnung», kritisierte Wollitz. «Wir haben geschlafen», ergänzte Torhüter Avdo Spahic, der sein Team lange Zeit im Spiel hielt.
In der deutlich besseren 2. Halbzeit kassierte Cottbus dann am Schluss zwei Kontertore durch Manuel Farrona Pulido (83.) und Sebastian Klaas (88.). Mehr als der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Fabio Viteritti (87.) gelang vor 10 212 Zuschauern nicht.
Claus-Dieter Wollitz verließ also ausgerechnet die Bremer Brücke mit einer Niederlage. In Osnabrück hatte er sich als Spieler und Trainer zwar viele Sympathien erspielt, wurde im Mai 2013 aber wegen Kritik am Vereinsvorstand beurlaubt und hatte bereits im Vorfeld seiner Rückkehr seine große Liebe zum VfL unwiderruflich für beendet erklärt.
Am Samstag schlugen ihm viele Pfiffe entgegen. «Damit kann ich leben. Viel mehr enttäuscht bin ich über die Art und Weise, wie wir in der 1. Halbzeit gespielt haben», erklärte Wollitz. Am kommenden Samstag gibt es für den Energie-Trainer bereits das nächste Wiedersehen. Cottbus trifft dann auf den KFC Uerdingen. Bei den Krefeldern war Wollitz ebenfalls als Spieler und Trainer unter Vertrag.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 25. November 2018 14:00 Uhr

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