«Lila Bäcker» zieht vor Landesarbeitsgericht

«Lila Bäcker» zieht vor Landesarbeitsgericht

Im Rechtsstreit um fristlose Kündigungen will die Kette «Unser Heimatbäcker» (Pasewalk) nach mehreren verlorenen Prozessen vor die nächsthöhere Instanz ziehen. Das Unternehmen sei entschlossen, den Streit dem Landesarbeitsgericht Rostock vorzulegen, teilte ein Sprecher der Kette, die als «Lila Bäcker» im Nordosten bekannter ist, am Mittwoch mit.

"Lila Bäcker"

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Eine Brötchentüte sowie ein Kaffeebecher der Bäckereikette «Lila Bäcker». Foto: Jens Büttner/Archiv

Die fristlosen Kündigungen seien vollkommen berechtigt und geradezu zwingend, betonte der Sprecher. Die meisten der Kläger hätten vor den Entlassungen noch Vereinbarungen mit der alten Geschäftsführung getroffen, die «sittenwidrig» und von «veruntreuender Natur» seien.
Das Arbeitsgericht Neubrandenburg hatte am Dienstag fünf ehemaligen Beschäftigten der Kette Recht gegeben. Sie hatten gegen die außerordentlichen Kündigungen der neuen Geschäftsführung geklagt. Damit haben die Arbeitsgerichte in Schwerin und Neubrandenburg insgesamt 13 Frauen und Männern Recht gegeben, die gegen ihre fristlosen Kündigungen geklagt hatten. Andere Klagen endeten mit Vergleichen.
«Lila Bäcker» betreibt rund 400 Filialen in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Die neuen Chefs hatten die Kuchenproduktion zentralisiert. In Dahlewitz bei Berlin, Gägelow bei Schwerin und Pasewalk wurden Betriebsteile geschlossen. 225 der insgesamt 2700 Mitarbeiter erhielten ihre Kündigung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. November 2018 08:20 Uhr

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