Brandenburger Geflügelhof gesperrt: Untersuchungen laufen

Brandenburger Geflügelhof gesperrt: Untersuchungen laufen

Bundesweit sind Dutzende Geflügelhöfe gesperrt. Grund ist mit PCB belastetes Futter. Auch ein Betrieb in Brandenburg ist betroffen.

Futtermittelhersteller Agravis

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Futtermittel des Herstellers Agravis. Foto: Oliver Krato/Archiv

Potsdam (dpa/bb) - Wegen verunreinigten Futters sind bundesweit Dutzende Geflügelbetriebe gesperrt worden, auch einer in Brandenburg. Nach Bekanntwerden des Verdachtes seien keine Produkte mehr verkauft worden, sagte Uwe Krink, Sprecher des Brandenburger Verbraucherschutzministeriums, am Donnerstag auf Anfrage. Die Untersuchungen der zuständigen Behörden seien noch nicht abgeschlossen, sagte er.
Das mit PCB belastete Futter stammt vom Futtermittelhersteller Agravis. Hunderte Tonnen des belasteten Geflügelfutters seien in Umlauf gekommen, bestätigte das Unternehmen mit Sitz in Münster und Hannover. In zwei Verladezellen war offensichtlich Lack abgeblättert und hatte das Futter verunreinigt. PCB (Polychlorierte Biphenyle) sind giftige Substanzen, die nur sehr schwer abbaubar seien.
Belastetes Mastgeflügel war nach Angaben des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) in Essen zunächst bei routinemäßigen Kontrollen in einem Schlachtbetrieb in Ostwestfalen festgestellt worden. Eine akute Gesundheitsgefahr gehe von den ermittelten Konzentrationen nicht aus, hieß es. Betroffenes Geflügel und Eier seien aus dem Verkehr gezogen worden, noch ehe sie in den Handel gelangten, sagte eine Sprecherin des Landesamts.
Bundesweit wurden nach Behördenangaben mehr als 70 Geflügelbetriebe gesperrt: allein 41 in Nordrhein-Westfalen, 27 in Niedersachsen und jeweils einer in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen. Einzelne Futtermittel-Lieferungen gingen demnach auch an Höfe in Hessen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. November 2018 19:00 Uhr

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