Schröter besteht auf Verschärfungen für Asylbewerber

Schröter besteht auf Verschärfungen für Asylbewerber

Trotz des Widerstands der mitregierenden Linken will Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) eine zentrale Organisation von Abschiebungen und eine längere Aufenthaltsdauer von Asylbewerbern in den Erstaufnahmen durchsetzen. «An dem Sachstand hat sich nichts geändert», sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker auf Anfrage. «Der Minister unterstützt die Kommunen bei ihren Anliegen.» Die Linke lehnt jedoch insbesondere eine Aufenthaltsdauer der Flüchtlinge von bis zu zwei Jahren in den Erstaufnahmen vehement ab, weil die Integration der Menschen in die Gesellschaft dort nicht möglich sei.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter

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Karl-Heinz Schröter (SPD), Innenminister in Brandenburg, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Das Anliegen der Kommunen sei, dass Flüchtlinge, die über keine Bleibeperspektive verfügten, gar nicht erst auf die Kommunen verteilt werden, sagte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Jens Graf, der Deutschen Presse-Agentur. «Da die Verfahren regelmäßig länger als sechs Monate dauern, wurde darum gebeten, die Rechtsgrundlage anzupassen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Oktober 2018 06:20 Uhr

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