Sprengmeister rechnet mit weiteren Bomben-Funden in Potsdam

Sprengmeister rechnet mit weiteren Bomben-Funden in Potsdam

Nach der Entschärfung von drei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände des früheren Tramdepots in Potsdam rechnet Sprengmeister Mike Schwitzke mit weiteren Bomben-Funden auf dem Gelände. Er rechne damit, dass dort noch weitere Bomben liegen, sagte der Experte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes den «Potsdamer Neuesten Nachrichten». Auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks südlich des Hauptbahnhofs würden weitere Blindgänger vermutet, sagte der Sprengmeister. Die meisten Bomben stammten von dem großen Luftangriff britischer Bomber im April 1945.

«Außerdem ist uns der Babelsberger Park ein Dorn im Auge», sagte Schwitzke. «Wir haben auf Luftbildern gesehen, dass vor allem im südlichen Teil massiv bombardiert wurde, weil das in der Verlängerung zum Bahnhof liegt und die Ausflugrichtung der Maschinen war.»
Bei den Bombenentschärfungen auf dem Gelände des alten Tramdepots hatten jeweils rund 3000 Anwohner ihre Häuser verlassen müssen. Auch die Staatskanzlei und mehrere Ministerien wurden evakuiert. In Potsdam wurden seit Oktober 1990 bislang 192 Bomben gefunden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 20. Oktober 2018 11:10 Uhr

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