Frauenleiche in Havelkanal: Tötungsverdacht gegen Freund

Frauenleiche in Havelkanal: Tötungsverdacht gegen Freund

Knapp zwei Monate nach dem rätselhaften Tod einer 29-jährigen Frau aus Linstow (Landkreis Rostock) ermittelt die Polizei nun gegen ihren Begleiter. Der aus Polen stammende Mann war nach dem Fund der Leiche Ende August in Holland verhaftet worden, wie Oberstaatsanwalt Harlad Nowack am Dienstag in Rostock sagte. Der Mann fuhr den Wagen der Freundin, schweige aber bisher zu den Vorwürfen.

Blick auf das Hinweisschild eines Polizeireviers

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Blick auf das Hinweisschild eines Polizeireviers. Foto: Stefan Sauer/Archiv

Die ebenfalls aus Polen stammende Frau hatte seit Jahren in Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gearbeitet, zuletzt in Linstow. Dort war sie am 24. August verschwunden. Kurz danach wurde sie leblos im Havelkanal bei Wustermark in Brandenburg gefunden. «Die Ermittlungslage macht den 27-Jährigen zum Verdächtigen», sagte Nowack. Beide sollen zusammen in Linstow aufgebrochen sein. In Krakow am See sei noch einmal eingekauft worden. «Hier hoffen wir auf Zeugen, die den Mann oder die Frau beobachtet haben.»
Die Frau war ertrunken, genaue Erkenntnisse zu den Todesumständen - wie toxikologische Untersuchungen - fehlten aber noch. Der Verdächtige sei vermutlich von Wustermark aus am 24. August nachmittags mit dem Auto der Frau nach Holland gefahren. Unklar sei auch, ob die in voller Bekleidung gefundene Frau überhaupt schwimmen konnte. Ihre Angehörigen in Polen hatten sie als vermisst gemeldet.
Für den Verdächtigen gibt es ein Auslieferungsersuchen aus Polen. Das Auto will die Staatsanwaltschaft genauer untersuchen lassen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. Oktober 2018 10:40 Uhr

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