Mehr Datenschutzverstöße an Landesbeauftragte gemeldet

Mehr Datenschutzverstöße an Landesbeauftragte gemeldet

Mit der seit Ende Mai geltenden EU-Verordnung zum Datenschutz ist die Zahl der gemeldeten Verstöße in Brandenburg sprunghaft angestiegen. In den vergangenen vier Monaten gab es 60 Meldungen, während es zwischen Januar und Mai nur 6 waren, wie die Landesbeauftragte für Datenschutz und Akteneinsicht, Dagmar Hartge, am Montag mitteilte. Die Datenschutz-Grundverordnung sieht eine Verschärfung der Verpflichtung vor, die Aufsichtsbehörde im Fall eines Verstoßes gegen den Datenschutz zu informieren.

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Eine Musterdatenschutzerklärung. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

Zu den gemeldeten Fällen zählte den Angaben zufolge unter anderem der Diebstahl einer Digitalkamera einer Kita, auf der Fotos von den Kindern waren. Eine Klinik gab eine Kopie eines Schwerbehindertenausweises versehentlich an einen falschen Patienten aus und einige Bankkunden konnten beim Online-Banking die Kontoauszüge anderer Leute einsehen.
Hartge begrüßte, dass der Datenschutz mit der neuen Verordnung stärker in das Bewusstsein von Verantwortlichen gerückt sei. Zugleich bemängelte sie, dass die Anforderungen an die Meldung von Datenpannen oft nicht erfüllt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. Oktober 2018 11:20 Uhr

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