Grüne stoßen mit Forderung nach Radwege-Wende auf Widerstand

Grüne stoßen mit Forderung nach Radwege-Wende auf Widerstand

Die Grünen sind im Brandenburger Landtag mit ihrer Forderung nach einer Kehrtwende in der Verkehrspolitik und dem Bau eines Radschnellweges rund um Berlin auf Ablehnung gestoßen. Der Grünen-Abgeordnete Michael Jungclaus sagte am Donnerstag, es sei ein grundsätzlicher Richtungswechsel hin zu mehr Radwegen notwendig. Fahrräder benötigten nur 30 Prozent der Fläche eines Autos, beim Parken sogar nur 10 Prozent. Mehrheitlich lehnte das Plenum den Antrag aber ab.

Grünen-Politiker Michael Jungclaus

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Grünen-Politiker Michael Jungclaus. Foto: Nestor Bachmann/Archiv

Die SPD-Abgeordnete Kerstin Kircheis widersprach der Darstellung der Grünen, dass nur fünf Prozent der Mittel für die Landesstraßen in den Radwegebau flössen. Vielmehr seien es etwa zehn Prozent, weil die Kosten für die Planung von Bundesstraßen aus dem Etatposten herausgerechnet werden müssten. Linken-Abgeordnete Anita Tack sagte, die Idee eines Radschnellwegs rund um Berlin sei zwar ein schöner Vorschlag, aber die Finanzierbarkeit werde überhaupt nicht bedacht.
Der CDU-Politiker Rainer Genilke forderte, Investitionen sowohl in die Straßen als auch in Radwege zu erhöhen. Der AfD-Politiker Franz Wiese sagte, er sei kein Radfahrer, und die Forderungen der Grünen seien maßlos.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. September 2018 15:10 Uhr

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