Woidke: Pressefreiheit unverzichtbar im Kampf für Demokratie

Woidke: Pressefreiheit unverzichtbar im Kampf für Demokratie

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht nur in einer lebendigen Demokratie und freien Presse Möglichkeiten zur Lösung globaler Probleme. «Abschottung und Hassparolen sind der falsche Weg», betonte Woidke am Dienstag auf der Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam. «Wir brauchen auch keine Twitter-Welt, sondern inhaltsstarken Diskurs.» Der gemeinsame Einsatz für kritischen, unabhängigen Qualitätsjournalismus sei eine zentrale Frage im Kampf für Demokratie.

Dietmar Woidke

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Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident Brandenburgs, spricht während eines Landesparteitages seiner Partei. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Zur Vergabe des diesjährigen Medienpreises M100 am Abend an den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel, sagte Woidke, dieser habe den Preis mehr als verdient. «Er hat meine höchste Bewunderung für seine kämpferische Haltung während der Gefangenschaft in der Türkei», sagte er. Yücel, Reporter der Zeitung «Die Welt», war bis zu seiner Freilassung im Februar ein Jahr in der Türkei wegen Terrorpropaganda inhaftiert. Er reiste nach der Untersuchungshaft aus. Das Verfahren gegen ihn läuft in der Türkei weiter.
An der Konferenz nehmen rund 60 Chefredakteure, Historiker und Politiker aus Europa und den USA teil. Thema ist «Home Alone? Europe in the Post-American Age».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. September 2018