Zahl der Ertrunkenen in Brandenburg verdoppelt

Zahl der Ertrunkenen in Brandenburg verdoppelt

In der ablaufenden Badesaison sind in Brandenburg 28 Menschen beim Schwimmen und Baden ertrunken.

Eine Rettungsschwimmerin der DLRG

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Eine Rettungsschwimmerin der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) steht vor dem Fenster eines Wachturms (Archiv)

Bis Ende August hätten sich doppelt so viele Todesfälle wie im Vorjahreszeitraum ereignet, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag (13. September 2018) in Bad Nenndorf (Niedersachsen) mit. Damit entspricht die Entwicklung in Brandenburg wie auch in Berlin dem bundesweiten Trend. In Berlin starben sieben Menschen mehr beim Baden und damit insgesamt zwölf.
Deutschlandweit beläuft sich die Zahl der Toten den Angaben zufolge auf 445 und sei damit so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das liege auch an dem außergewöhnlich guten Sommer. «Jeder, der die Möglichkeit hatte, ist natürlich Schwimmen gegangen», sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese. Allein die Zahl der ertrunkenen Vor- und Grundschulkinder stieg um 100 Prozent auf 26. «Diese Zahlen sind das Ergebnis der Bäderschließungen und der damit verbundenen Ausfälle von Schwimmunterricht an den Schulen», erklärte DLRG-Präsident Achim Haag.
Die meisten Menschen ertrinken laut DLRG, weil sie zu leichtsinnig und risikobereit sind oder die eigene Leistungsfähigkeit überschätzen. Am häufigsten gingen Menschen an unbewachten Gewässern wie Seen und Flüssen unter. Beunruhigend sei aber auch die Zahl der Toten in Schwimmbädern: Dort ertranken bundesweit 19 Menschen mehr als 2017. Rund 80 Prozent der Badetoten sind Männer.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 14. September 2018 10:15 Uhr

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